“Ja des glaub i ja net – send dia denn wirklich so bled. Jetzt gug dr a mol des a – jetzt hend dia wiedr dr ganze Hafa umgschmissa. Wieso deand di des?”
Fragende Blicke des Piraten – Hafer? Von was spricht die Frau an meiner Seite?
Nun, so geht das, wenn mein schwäbisches Temperament mit mir hier im hohen Norden durchgeht. Wenn ich mich ärgere, wenn ich mich aufrege oder aufgeregt bin, aber auch wenn ich mich ganz arg freue, da kann ich meinen Dialekt nicht mehr verbergen und es sprudelt nur so aus mir heraus. Zu Hause passiert das eben oft im Zusammenhang mit unseren Mäusen, wenn die irgendwelchen Blödsinn machen, den sie eigentlich sein lassen sollten, da kommt dann schon mal so ein Redeschwall wie oben oder auch ein “Ja ihr Sabberlotter” oder ähnliches. Wobei Sabberlotter ja wohl nicht schwäbisch ist, aber aufgrund von Frankenblut in mir durchaus auch zu meinem Wortschatz gehört. An einiges hat sich der Pirat schon gewöhnt und ganz liebevoll benutzt er manchmal sogar selbst solche Worte – das ist dann für mich wirklich putzig – weil er das dann so süß ausspricht.
Immer wieder nett beim Bäcker: wenn ich Semmeln haben möchte, will man mir so knatschige Teile andrehen, weil Semmeln heißen hier Brötchen. Meist vergesse ich das und erst wenn der Griff zu den falschen Teilen geht oder mich zwei fragende Augen anstarren wird mir mal wieder klar, 720 km Unterschied – frau, denk dran
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